Planspiel
Der Sinn und Zweck des Planspiels, auch Simulationsspiel genannt, besteht darin, den Teilnehmern auf spielerische Weise die Strukturen eines Unternehmens näher zu bringen. Durch die realistische Simulation einer Praxissituation können die Teilnehmer ihre eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten testen. Sie müssen wie in einem echten Unternehmen Probleme erkennen und lösen, Entscheidungen treffen und Kreativität beweisen. Planspiele werden vor allem in Schulen, in der Ausbildung und in Universitäten angeboten, doch auch als Weiterbildungsmaßnahme werden sie zunehmend beliebter.
Der Aufbau eines Planspiels
Ein Planspiel wird so gestaltet, dass die Teilnehmer ein realistisches Szenario durchspielen, das Wissen, Interaktion, Kreativität und Entscheidungswillen erfordert. Es wird kein klares Ziel vorgegeben, so dass die Teilnehmer möglichst frei agieren und vorher nicht wissen, wie sich die Situation entwickeln wird und zu welchem Schluss die Planspieler kommen. Zunächst erhalten alle Teilnehmer eine Skizzierung der Ausgangslage, an der das Spiel einsetzt, und bekommen ihre Rollen zugewiesen. Zudem werden Arbeitsmittel zur Verfügungs gestellt, wie etwa Büromaterial oder Computer. Im Laufe der Simulation können vom Spielleiter Ereignis – bzw. Impulskarten hineingegeben werden, die das Planspiel dynamisch und authentisch gestalten und zum Beispiel Änderungen von Preisen und Bedingungen anzeigen. So besitzt die Simulation eine "Außenwelt", auf die sich die Teílnehmer einstellen müssen.
Zu jedem Planspiel gehört ein Spielleiter, der jedoch nur die Organisation übernimmt und allenfalls von den Teilnehmern als Ratgeber einbezogen werden darf. Sein Status ist neutral.
Am Ende des Planspiels erfolgt eine Auswertung, bei der die Teilnehmer, der Spielleiter und eventuelle Zuschauer den Verlauf rekaputulieren und Kritik äußern.