Fertig mit dem Studium – und jetzt?
Viele Hochschulabsolventen sind nach ihrem Abschluss zunächst etwas desorientiert und wissen nicht, wie sie ins Berufsleben einsteigen sollen. Wenn eine Promotion nicht in Frage kommt, versuche viele, über Praktika in Unternehmen Fuß zu fassen. Das Problem ist nur, dass ein Praktikum in der Regel nicht oder nur schlecht bezahlt wird. In anderen europäischen Ländern kommen Hochschulabsolventen für Praktika gar nicht mehr in Frage, weil sie in der Regel überqualifiziert sind. Nur in Deutschland hat es sich so eingebürgert, dass fertige Universitätsabgänger zunächst für wenig Geld arbeiten, um Praxiserfahrung zu sammeln und den Arbeitgeber von sich zu überzeugen. Außerdem kann man in einem Praktikum direkt feststellen, ob einem die Branche gefällt, in die man gerade 'hineinschnuppert'. Und in Zeiten und Branchen , in denen die Arbeitssuche besonders schwierig ist, nimmt man jede Erfahrung mit, die man bekommen kann.
Job Boersen: ein schneller Weg zum Ziel
Wenn man sich nicht arbeitslos melden möchte oder die Vermittlungsversuche vom Arbeitsamt bisher erfolglos waren, kann man sich auch in einer Job Boerse anmelden, um immer über die Stellenangebote informiert zu sein, die zu einem passen. Das funktioniert so, dass man eine Maske ausfüllt, also quasi ein Profil erstellt und dann per Mail Jobangebote erhält, die zu den gemachten Angaben passen. Bewerben muss man sich natürlich trotzdem noch, aber man spart sich wenigstens die langen Suchen im Internet. Wer auch so keinen Erfolg hat oder wessen Berufsbild zu exotisch ist, der muss versuchen, sich initiativ zu bewerben und seine Fähigkeiten in der Bewerbung in ein möglichst gutes Licht zu rücken.